Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?-Aussteigen ( 2 Finanzplan)

Der zweite Schritt ist eine gründliche Bestandsaufnahme des Finanzbedarfs, den Du JETZT hast. Dafür ist es sinnvoll über mehrere Monate akribisch alles aufzuschreiben, was Du tatsächlich ausgibst. Gerade bei den variablen Ausgaben verschätzt man sich gerne , in der Regel setzt man sie zu niedrig an.

Wie groß Dein Finanzbedarf im Moment tatsächlich ist, errechnet sich aus den festen Kosten, die regelmäßig anfallen:

  • Miete bzw. Kreditrate für Deine Immobilie
  • Strom/Wasser/ Müllabfuhr etc.
  • Versicherungen
  • Handyvertrag
  • Mitgliedschaften in Vereinen etc.
  • usw.

…und den variablen Kosten:

  • Kleidung
  • Restaurant/Kino/Theater
  • Geschenke
  • Kosmetik
  • Reisen
  • Lebensmittel ( könnte auch unter feste Kosten geführt werden)
  • Benzin fürs Auto/ Fahrkarte für  ÖPNV ( könnte auch unter feste Kosten geführt werden)
  • Hobby
  • usw.

Ist Dir Zeitwohlstand wirklich wichtiger als materieller Wohlstand ?

Je nachdem, ob Du ganz oder teilweise aussteigen willst, müsste die Liste deutlich gekürzt werden. Manches willst Du vielleicht ganz streichen , z.B. ein teures Hobby, den Urlaub ( brauchst ja demnächst nicht mehr 😉 Und manches lässt sich auch gut durch eine günstige Variante verändern. So muss der Handyvertrag sicher nicht 49 Euro kosten, für 9,99 Euro  funktioniert Dein Smartphone auch. ( Na gut, nicht auf Usedom)

Wollt Ihr tatsächlich einige Jahre vor dem offiziellen Rentenbeginn ganz aussteigen, macht Ihr ebenfalls eine Liste Eurer Vermögenswerte:

  • Sparkonten
  • Lebenversicherungen
  • schuldenfreie Immobilien
  • Vielleicht überlassen Euch Eure Eltern schon mal ein Teil vom Erbe ? Oder unterstützen Euch mit monatlichen Zuwendungen, die man ja auf das Erbe anrechnen könnte.
  • Wertpapiere/ Edelmetalle/ Aktien
  • usw.

Achtung : Setzt bitte den Wert aller dieser Punkte eher konservativ ( also niedrig !) an. Solltet Ihr dann doch mehr herausbekommen, umso besser. 

Sind die Listen realistisch und ehrlich , überlege Dir Punkt für Punkt

  • Worauf kannst Du verzichten ?
  • Was kann bescheidener im Format werden?
  • Wie viele Jahre reicht Dein Sparvermögen ?
  • Wer oder was könnte Dich unterstützen ?

Bevor Du den großen Sprung wagst, ist es sicher gut, die verschiedenen Einsparmöglichkeiten und Umstellungen zunächst mal zu erproben.

Bist Du wirklich bereit dazu ?

Wie fühlt sich das an, wenn man den Freunden sagt: “ Liebe Leute, es tut mir leid, den Restaurantbesuch will ich mir nicht mehr leisten. Aber ich mach uns bei mir zu Hause eine schöne handgemachte Pizza.“

Übrigens ,zum Thema Rente und Krankenkasse komme ich in einem der nächsten Artikel. Darüber musst Dir sowieso erst einen Kopf machen, wenn Du diese ersten Hürden dauerhaft genommen hast.

Foto: cco pixabay

 

 

 

 

 

 

 

 

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