Lieber emotionale als künstliche Intelligenz

Diejenigen, die das Geld von unten, den arbeitenden Menschen, nach oben, den Finanzeliten, verteilen – sprich unsere Regierung- hat diese Tage beschlossen, drei Milliarden in die Entwicklung künstlicher Intelligenz zu investieren.

Warum ?

„Wir wollen den exzellenten Forschungsstandort Deutschland sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ausbauen und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von KI in allen Bereichen der Gesellschaft im Sinne eines spürbaren gesellschaftlichen Fortschritts und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger fördern.“

So heißt es in einem Strategiepapier der Bundesregierung zu der großzügigen Finanzierung.

Also …

  1. Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft
  2. Interesse der Bürgerinnen und Bürger

Punkt 1 wird durch die KI- Weiterentwicklung mit Sicherheit gestärkt. Je mehr Bereiche des Lebens von Automaten und Robotern übernommen werden, desto mehr Profit lässt sich erwirtschaften. Bestes Beispiel sind die Online- Arztsprechstunden oder Online-Unterricht. Die Ärzte und Lehrer können demnächst auch unter einer Palme in Burkina Faso sitzen, das dürfte deutlich günstiger werden als bei uns in Deutschland.

Aber ist das im“ Interesse der Bürger“?

Wo sind die Probleme der Bürger ?

  • In Deutschland wird fast jede zweite Ehe geschieden.
  • Die Zahl der Verschreibungen von Antidepressiva hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.
  • Die Belastungen in der Arbeitswelt führen zu Burn-Out
  • Im Jahr sterben in Deutschland ca. 10 000 Menschen durch Selbstmord , während etwa 3000-4000 Menschen bei einem Verkehrsunfall sterben. ( Die Verkehrsunfälle stehen jeden Tag in der Zeitung, die Suizide werden verschwiegen)
  • Altersarmut
  • Pflegenotstand

Wie wäre es denn, wenn man dieselben drei Milliarden Euro in die Entwicklung der emotionalen Intelligenz stecken würde?

Hier einige Vorschläge von mir:

  • Jeder Medizinstudent bekommt eine ausreichende psychologische Ausbildung und lernt etwas über den Zusammenhang zwischen Körper und Seele.Wenn er das dann gelernt hat, wäre ein persönliches Gespräch heilbringend und nicht ein Gesicht am Bildschirm.
  • Pflegeheime und pflegende Angehörige bekommen genügend Personal, um auch den seelischen Bedürfnissen der Alten gerecht zu werden.
  • Die Fächer Musik, Kunst, Literatur und Handwerk und Gartenarbeit werden in den Schulen und Kindergärten mit gut ausgebildeten Lehrern und genügend Zeit ausgestattet, anstatt immer mehr Microsoft -Müll in Kindergehirnen Unheil anrichten zu lassen.
  • Ehepaare und junge Familien bekommen kostenlose psychologische Unterstützung.
  • usw.

Dafür haben wir kein Geld ? Doch, haben wir ( siehe oben) .Aber davon profitiert kein Anleger, das brächte eben „nur“ emotionale Zinsen und würde vermutlich glücklichere Menschen hervorbringen.

Glückliche Menschen aber sind schlechte Konsumenten.

Foto: cco pixabay

 

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