Am Grab von Günter Grass

Er lag mir nie so nah wie Heinrich Böll und hat mich nie so berührt wie Siegfried Lenz, dem ich den Literaturnobelpreis gewünscht hätte.

Gleichwohl war er ( 1927 -2015) einer der bedeutenden Söhne Lübecks. Sein letztes Haus bewohnte  der Schriftsteller in Behlendorf/Kreisherzogtum Lauenburg unweit des Elbe-Lübeck Kanals und etwas abseits des Dorfes mit seinen trutzig backsteinernen Bauernhäusern.

Ebenfalls etwas abseits, zumindest nicht in der Reihe mit den anderen, liegt sein Grab auf dem alten Behlendorfer Friedhof. Ein schöner, schlichter Feldstein von Hortensien umstanden. Die Kirche stammt aus dem 13.Jahrhundert  und liegt unweit vom Gemeindehaus, vor dem eine Skulptur von Grass steht.

Zum Schreiben braucht man Ruhe. Hier hat er sie gehabt. Es ist still im Dorf, nur selten fährt ein Auto vorbei und am See sind nur ein paar Einheimische.

Ein guter Ort zum leben und schreiben und nach Hause kommen, nachdem man einen Literaturnobelpreis bekommen hat.

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Fotos: Bri vom Meer

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