Mit mir selbst befreundet sein (1): Wie geht es Dir ?

Wenn ich meine  Freundin treffe, frage ich : „Wie geht es Dir?“ und schaue sie aufmerksam an. Da sitzt sie mit hängenden Schultern , blass, müde und abgekämpft :“ Gut“, antwortet sie. „Und wie geht es Dir WIRKLICH ?“

Sie erzählt, und das, was ich schon wahrgenommen habe, bevor sie mir die Einzelheiten erzählt, wird sichtbar. Nun kann sie ihren Kummer mit mir teilen und ich kann ihr vielleicht helfen , eine Lösung zu finden. Und selbst , wenn ich zur Bewältigung ihrer Probleme nicht beitragen kann, hilft es ihr, den Kram bei mir abzuladen.

Wie geht es Dir WIRKLICH ?, fragen wir uns das auch selbst ? Oder geben wir uns selbst gegenüber mit „ach, geht schon“ oder „muss ja“ zufrieden ?

Ich glaube, mit SICH SELBST BEFREUNDET SEIN heißt, auch bei sich selbst und immer mal wieder genau hinzuschauen, fürsorglich nachzuhaken, etwas länger in den Spiegel zu schauen.

Warum machen wir das bei unseren Freundinnen und Freunden, nicht aber bei uns selbst ? Haben wir vor unseren eigenen Problemen mehr Angst als vor denen der anderen? Fällt uns für die anderen eine Lösung oder zumindest ein Trost ein, für uns selbst aber nicht ?

Ich denke, zur Freundschaft mit sich selbst gehört auch ,von Zeit zu Zeit die fürsorgliche Konfrontation mit mir selbst. Das ist schwer, weil ich noch besser als bei meiner Freundin ahne, was unter der Oberfläche lauert.

Schaue ich es mir aber nicht an, stecke ich irgendwann im falschen Leben.

Foto: cco pexels

 

 

 

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