7 Tage ohne Politik – das Fazit

Tag 1: 

Beim Frühstück zubereiten bleibt das Radio aus und im Bad auch. Gott sei Dank gibt es ja YouTube . Ich höre also morgens einen interessanten psychologischen Vortrag .

Im Auto betätige ich immer die Stummschaltung des Radios, wenn die Nachrichten angekündigt werden. 5 Minuten, dann gibt es wieder Musik.

Zurück vom Einkauf, ertappe ich mich bei dem Ritual, die Taschen auf den Tisch, zwei Schritte zum Radio…, dann die Beute in die Schränke räumen. Heute bleibt das Radio aus.

Tag 2: 

Die Neuigkeiten dieser Welt kommen entweder direkt zu mir , oder gar nicht. Den Stau Richtung Küste kann ich sehen, während ich unterwegs bin. Von den anderen Blechlawinen erfahre ich in diesen Tagen nichts. Wie schön.

Das Ritual des Morgens, erstmal mehrere Zeitungen und Blogs lesen, habe ich ersetzt. Ich lese schon morgens ein Buch. Lesen ja, nur anderer Inhalte. Bessere !

Tag 3: 

Dass es seit gestern Fahrverbote für Diesel-Pkw in Hamburg gibt, erfahre ich von den Nachbarn . Man sieht also, Ereignisse, die die Menschen bewegen, sprechen sich rum. Ich bin trotz Nachrichten-Sperre nicht abgeschnitten.

Tag 4: 

Es fließt deutlich weniger negative Energie in mein Leben. Ich höre Musik, schaue, was im Garten wächst und beobachte die  Vögel.

Tag 5 :

Zugegeben , ein Blick auf meine abonnierten Blogs fehlt mir. Fernsehnachrichten schauen wir schon lange nicht mehr.Sind wir Informations-Junkies ? Ist das ganz normale Alltagsleben zu langweilig ?

Tag 6: 

„Hast Du gehört…?“, spricht mich jemand mit den neuesten Schreckensmeldungen an. „Nein, ich mache gerade Politik-Fasten. “ Die Reaktion ist Erstaunen, aber durchaus positiv.

Tag 7: 

Morgen schau ich mal, was inzwischen ohne meine Kenntnisnahme passiert ist.

Fazit:  6 Tage ohne –  1 Tag mit Politik

Nach einer Stunde habe ich einen Überblick. Wesentliches hat sich nicht getan, und wenn, hätte es mich sicher erreicht (siehe oben). Ich kann also in Zukunft meinen Nachrichtenkonsum getrost reduzieren. Vielleicht auf eine gründliche Übersicht pro Woche. Es ist alles eine Frage der Gewohnheit, glaube ich. Am Anfang unserer TV -Abstinenz habe ich auch noch ab und zu gedacht:“ Heute kommt Anne Will etc.“

Diese Gedanken sind gänzlich aus meinem Kopf verschwunden und unsere Lebensqualität hat sich deutlich verbessert.Ich hörte heute von jemandem, der jetzt ein Jahr lang gänzlich ohne Nachrichten lebt. Es war das glücklichste seines Lebens, und er beschreibt es mit einem Wort: Selbstbegegenung.

Foto: cco pexels

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